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| Umringt von Kindern |
Zunächst noch ein gutes neues Jahr Euch allen! Wir haben uns die letzten zwei Wochen zurück gezogen, da uns ein grippaler Infekt reihum erwischt hat. Doch nun geht es allen wieder gut, wir erholen uns noch ein bisschen und dann möchten wir verreisen um noch andere Teile von Guatemala zu erkunden - wir werden berichten wohin es uns verschlägt.
Durch Milan haben wir einen ganz besonderen Blick auf das Leben in Santiago Atitlán. Wir beobachten den Alltag der guatemaltekischen Babys und Kleinkinder und erleben Reaktionen auf unseren Umgang mit Milan. Es gibt hier viel mehr Kinder als in Berlin, so dass die Anwesenheit von Kindern viel selbstverständlicher ist. Von früh bis spät sieht man sie überall. Die kleinen meistens schräg auf dem Rücken der Mütter im Tragetuch und die etwas größeren meistens zusammen mit Geschwistern, Cousins oder Freunden.
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| Parkbekanntschaft | | |
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Die meisten Leute wundern sich, dass wir so viel Zeit mit Milan verbringen und auch darüber, dass er so sehr fremdelt. Hier ist es ganz normal, dass Babys von Anfang an von verschiedenen Familienmitgliedern betreut werden, so dass sie es gewohnt sind herumgereicht zu werden. Immer wieder möchten Fremde Milan gerne auf den Arm nehmen (was mittlerweile auch recht gut klappt). In Deutschland waren wir ganz irritiert, als wir mal von Fremden angesprochen worden sind, dass sie ihn so gerne mal halten würden.
Insgesamt ist die Stimmung sehr kinderfreundlich und wenn Milan im Bus oder anderswo anfängt zu weinen, dann fangen die Leute in der Umgebung sofort an, ihn aufzumuntern und mit ihm zu spielen und häufig lenkt das dann auch wirklich ab und tröstet. Genervte Gesichter, weil ein Kind weint oder schreit haben wir hier noch nicht gesehen. Irritierend für uns ist es manchmal, dass weinende Babys sehr stark bewegt und fast gerüttelt werden. Das ist etwas anders als ein ruhiges, zärtliches Trösten, wenn auch sicherlich genauso liebevoll gemeint.
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| Gut eingepackt bei +9 Grad |
Wir sind hier schon häufig angesprochen worden, dass wir Milan doch wärmer einpacken müssten. Die Babys werden hier für unser Empfinden extrem warm eingepackt. Selbst an warmen Tagen sieht man hier Babys, die mehrfach in Fleecedecken eingewickelt werden und eine dicke Mütze auf dem Kopf haben. Abends schauen aus den dicken Mützen meistens nur die Augen hervor. Milan hat meistens etwas auf dem Kopf - tagsüber einen Sonnenhut, abends und nachts eine Mütze, aber wenn er dann doch einmal keine Kopfbedeckung trägt, dann wird von allen Seiten sein Kahlkopf kommentiert. Hier kommen die Kinder schon mit kräftigem Kopfhaar auf die Welt. Mehrfach wurde nun schon wegen des Kahlkopfs prognostiziert, dass er auf jeden Fall Fussballspieler werden wird (wie auch immer das zusammenhängt). Mal sehen...
Auf dem Markt gibt es hier jede Menge Plastikspielzeug aus China zu kaufen und die, die es sich leisten können überschütten ihre Kinder auch damit. Toy Story, Cars und Superhelden sind hier als Handtücher auf den Wäscheleinen zu sehen, auf T-Shirts aufgedruckt oder auch als Spielzeug zahlreich vertreten. Dass Milan hier am Anfang nur ein paar Becherchen, eine Rassel und ein Kuscheltier hatte und ansonsten mit Küchengegenständen gespielt hat, hat mehrere Freunde dazu veranlasst, uns Spielzeug für die Dauer unseres Aufenthaltes zur Verfügung zu stellen.
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| Milans Spielzeug mit allerlei Leihgaben |
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Insgesamt ist das Leben und Reisen mit Baby hier sehr unkompliziert und es gibt uns den ein oder anderen Einblick, den wir ohne Baby wahrscheinlich nicht bekommen hätten. Überall bekommen wir freundliche Blicke und Kommentare und wenn Milan sich (mal wieder) seine Mütze ausgezogen und auf den Boden geschmissen hat, dann kann man sich darauf verlassen, dass jemand hinterher gelaufen kommt und sie uns bringt. Milan gefällt es, den vielen Kindern in den Straßen zuzuschauen, wenn wir spazieren gehen, und die meisten Kinder haben einen sehr interessierten und liebevollen Umgang mit ihm.
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