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Samstag, 10. November 2012

Die Reise beginnt....

Vor der Abreise waren wir sehr aufgeregt. Wie wird es sein, mit einem Baby unterwegs zu sein? Noch dazu in ein Land, in dem keine westlichen Hygienestandards herrschen und in dem die Kriminalitaetsrate deutlich hoeher liegt als in Berlin. Wie wird der Flug und die lange Reisedauer sein? Wie ist es mit Familie in ein Land zu kommen, das man zuvor schon mehrfach alleine bereist hat? Diese und viele andere Fragen schwirrten durch den Kopf waehrend unsere Abreise immer naeher rueckte. Anfang November wurde es dann ganz konkret. Wir packten unsere Sachen, unsere Zwischenmieter zogen in unsere Berliner Wohnung und wir verabschiedeten uns von Freunden und Familie. 


Es geht los...

Am 6. November morgens um sechs schleppten wir uns nach einer fast durchwachten Nacht zum Taxi, das uns zum Flughafen brachte. Wir kamen sehr puenktlich an und alles schien gut zu laufen, bis man uns am Check-In sagte, dass sie uns mit unserem Ticket nicht reisen lassen koenne. Nach einigem Hin und Her und mit einem mueden weinenden Baby mussten wir dann ein weiteres Rueckflugticket kaufen, damit sie uns in die USA fliegen liessen, welches wir nun jedoch wieder stonieren koennen. Das war ziemlich aergerlich und wir waren mit sinnlosen Argumentationen konfrontiert, jedoch hilflos, da wir von genau diesen Personen unser Ticket haben wollten.
Milan im Flugzeugkörbchen

Der erste Flug ging nach Miami. Milan bekam ein Koerbchen, das vor Annkathrins Sitz eingehaengt wurde, wo er zwischendrin schlafen konnte, meistens aber zum Spielen drin sass. Der Flug verlief ganz unkompliziert und angenehm. In Miami hatten wir genug Zeit fuer alle Sicherheitschecks und dann ging es weiter nach Guatemala.

Dort angekommen kontaktierten wir das Hostel, welches wir schon von Berlin aus reserviert haben. Vor dem Flughafen warteten wir immer einige Menschen, doch es waren weniger als ich erinnert habe und mit der Fertigstellung des neuen Flughafens machte es einen sehr geregelten und organisierten Eindruck. Es wurde versucht, uns Shuttle-Dienste und Hotels anzubieten, vereinzelte Bettler sprachen uns an und Frauen, die Souvenirs verkaufen wollen warben fuer ihre Ware. Wir warteten auf das Auto von unserem Hostel, das wenig spaeter auch schon da war. Milan musste dringend schlafen und wir waren auch sehr muede. Es tut sehr gut, sich nach der langen Reise auszustrecken und zu schlafen.

In Guatemala Ciudad...

Zeitungscover am Tag nach dem Beben
Am Morgen gibt es Fruehstueck. Wir bestellen ein zweites Fruehstueck, weil wir von den Pfannkuchen nicht satt geworden sind. Wir sind noch etwas muede und ueberlegen, was wir mit dem Tag machen wollen, da wir am naechsten Tag eine Mitreisegelegenheit nach Santiago Atitlan haben. Waehrend wir auf den Betten sitzen und ueberlegen, wackelt es auf einmal. Es erinnert an das wackelige Gefuehl im Flugzeug, ein Flugzeug, was in der Naehe landet oder eine U-Bahn. U-Bahnen gibt es in Guatemala nicht und es bebt zu kraeftig und zu lange, als dass eine andere Erklaerung als ein Erdbeben in Frage kommt. Ein mulmiges Gefuehl! Vorne im Hostel gibt es einen Fernseher wo auch schon wenig spaeter ueber das Erdbeben berichtet wird. Ich chatte wenige Minuten spaeter mit ein paar guatemaltekischen Freunden, die sich auch sehr erschrocken haben und schreiben, dass es deutlich staerker gewesen sei, als sie es kennen. In Santiago Atitlán ist der Strom ausgefallen. Zum Glueck ist jedoch niemandem, den wir kennen etwas Schlimmes passiert. Man spuert die in Guatemala verbreitete etwas angespannte Stimmung, die ein groesseres Unglueck erwartet. So kommt es immer wieder zu Erdbeben, Vukanausbruechen und Hurrikanen und jedes Mal ist ungewiss, wie gross das Ausmass der Katastrophe sein wird. 

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