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| Das Wahrzeichen Antiguas - die Brücke diente Nonnen dazu von einem Klosterteil in den anderen zu kommen ohne auf die Straße zu müssen |
Wir fahren mit einem Shuttle-Bus, einem Kleinbus, bei dem
die Fahrtkosten nicht in der Landeswährung Quetzal sondern in Dollar angegeben
werden. Wir wollen in Antigua einen Eindruck von Guatemala bekommen und einen Freund von Annkathrin besuchen. Die Fahrt nach Antigua gibt schon einen ersten kleinen
Vorgeschmack auf Land, Leute und vor allem auf die Transportwege.
Holprig und extrem steil, teilweise sind Ausfahrtrampen für Fahrzeuge angelegt,
deren Bremsen an den steilen Hängen versagen.
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| Camioneta im Vorbeiflug |
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| Prozessionsfiguren in einer Kirchenruine |
Wir treffen Juan, einen Freund von Annkathrin, in einem
Cafe in einem der unzähligen wunderschön begrünten Innenhöfe im Stadtzentrum. In diesem Cafe sollte es ursprünglich vor allem um den lokalen Kaffee gehen; Der Kaffee
sollte als letzter Schritt der Kaffeeverarbeitung durch die Kaffeebauern selbst
an Touristen ausgeschenkt werden. Eine schöne Idee, die jedoch viele
Schwierigkeiten in sich barg. Unter anderem spricht keiner der Kaffeebauern
Englisch und viele von ihnen auch nur rudimentäres Spanisch. Das Cafe ist
initiiert von einem US-Amerikaner, der sich in dem Ort der Kaffeekooperative
niedergelassen hat. Da es nicht gut lief, ist zwischendurch ein Schotte mit
eingestiegen, der vorgeschlagen hat, das Cafe abends als Bar zu nutzen und Whiskey
zu verkaufen. Eines Abends wurde dem schon recht betrunkenen Schotten jedoch
das Handy im Lokal geklaut. Er rannte dem Dieb hinterher, stolperte auf der
Jagd und brach sich das Bein, so dass er zurück nach Hause flog und nicht
wieder kam. Juan ist jetzt mit eingestiegen, um das Cafe wieder rentabel zu
machen und als wir dort waren, waren sie dabei Kerzenständer aufzuhängen und
zu streichen.
Wie die meisten Guatemalteken, hat Juan mehrere Jobs. Wir
gehen noch in seinem kleinen Laden vorbei. Er ist besonders stolz auf seine
Superhelden Engel, auch wenn er sich anfangs leicht geniert, aus Sorge, dass
wir das uncool finden könnten. Er kauft einem alten Holzschnitzer Engelsfiguren
in allen Größen ab und bemalt die mit einfachen Primärfarben zu Superhelden,
Ronalds MacDonalds und so fort. Es gibt daher in seinem Laden eine ganze Reihe
davon und die verkaufen sich wohl auch gut.
Auf der Rückfahrt nach Guatemala
City sitzen wir mit lauter Deutschen im Mini-Bus. Überhaupt, ist alles sehr
touristisch in Antigua und alle laufen sehr entspannt rum. Die Atmosphäre ist
europäisch und es gibt nur wenige Bettler und nicht allzu viele
Straßenhändlerinnen, die auch nicht sehr aufdringlich sind. Viele Einheimische
haben Smartphones, meist iPhones - ein wichtiges Statussymbol - was finanziell
wahrscheinlich ganz schön an die Reserven geht.
Wir hatten jedenfalls einen schönen Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen und fallen müde (die Zeitverschiebung ist noch ganz frisch) und zufrieden ins Bett.
Wir hatten jedenfalls einen schönen Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen und fallen müde (die Zeitverschiebung ist noch ganz frisch) und zufrieden ins Bett.




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