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| Blick vom Hafen von Panajachel auf die Vulkane Tolimán, Atitlan und San Pedro |
Auf der Rückfahrt von einer sehr kurzen Reise nach Guatemala Ciudad, wo wir ein Treffen in den Büros der GIZ hatten, machten wir einen Zwischenstopp in Panajachel (gesprochen Panachatschel).
Panajachel ist ein weiterer Ort am Lago Atitlán, der von uns aus auf der anderen Seite des Sees liegt. Es ist der touristischste Ort am See, was er vermutlich der überwältigend schönen Aussicht über den See auf die Vulkane zu verdanken hat.
Außerdem ist er sehr gut auf dem Landweg zu erreichen und damit für viele Touristen der Ausgangspunkt um die anderen Orte am See zu erkunden. Der Ort selbst hat nur ca. 11.000 Einwohner. Die meisten gehören zu den Kaqchikel-Maya, die sich im 16. Jahrhundert zum Teil mit den Spaniern aliierten und die Tzutujil-Maya besiegten. In den 60er Jahren kamen viele Hippies an den See, wovon viele in den Zeiten des Bürgerkriegs Guatemala verließen, doch es sind immer noch einige dort.
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| Die Calle Santander in Panajachel |
So wurden wir auch direkt nach unserer Ankunft von einem US-Amerikaner mit weißem Bart angesprochen, der uns eine Unterkunft bei sich vermitteln wollte. Kaum sagen wir, dass wir aus Deutschland kommen, redet er mit wahrscheinlich stark antisemitischen Verschwörungstheorien auf uns ein. Zum Glück nuschelt er so sehr, dass wir kaum etwas verstehen und da wir kaum reagieren verliert er auch schnell die Geduld und braust davon.
Die Straßen sind voller Touristen. Die Calle Santander, die Straße, die vom Zentrum zur Strandpromenade führt, erinnert an die touristische Straße in Santiago, ist allerdings deutlich länger und es gibt mehr Cafés und Restaurants. Außerdem sind noch mehr Frauen und Kinder unterwegs, die ihre Stoffe und ihren Schmuck verkaufen möchten. Sie kommen meistens früh morgens aus den umliegenden Orten. Zum Teil kann man an ihrer Kleidung erkennen, wo sie herkommen. So haben die Frauen aus Santa Catarina und San Antonio bunte Stoffbänder in ihre Haare geflochten, die sie als Kranz auf dem Kopf tragen. Zum Teil wirken sie verbittert und bewerben ihre Ware recht aggressiv. Manche sind aber auch ganz nett und sind neugierig und fragen, wo wir herkommen und was wir machen.
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| 3:0 für Dortmund und Milan hat auch seinen Spaß |
Wir wollen schnell ein Café mit W-Lan suchen, da Dortmund in Amsterdam um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League spielt. Das Spiel läuft gut - Gerrit ist zufrieden und glücklich. Und auch Milan freut sich, denn die Cafébesitzerin, eine Asiatin die schon lange in Guatemala wohnt und ein asiatisch-guatemaltekisches Restaurant/Café betreibt hat Milan diverse Stofftiere gebracht.
Wir haben danach nicht mehr so viel Zeit, da das letzte Boot zurück nach Santiago um halb fünf fährt. Wir genießen aber noch den Blick über den See auf die Vulkane von der Strandpromenade aus. Der Ausblick ist immer wieder überwältigend schön. Morgens früh ist die Sicht ganz klar und im Laufe des Tages ist es dann meistens etwas diesig-vernebelt.
Wir fahren im Schnellboot zurück nach Santiago Atitlán. Der Preis muss immer erst verhandelt werden, da man als Tourist ansonsten immer ein Vielfaches zahlt. Wir haben Glück, dass es nicht allzu windig ist. So peitschen nur leichte Wellen gegen das Boot und wir können den Ausblick genießen ohne nass zu werden. Über den See wehen immer wieder starke Winde, die normalerweise nachmittags und abends auftreten, da es zum Zusammenstoß von warmen Luftmassen von der Küste mit kalter Luft von der Hochebene kommt.
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| Feierabendverkehr auf dem Lago Atitlan |
Zu diesem Wind, denn man hier Xocomil nennt gibt es zahlreiche Legenden. Der Name Xocomil stammt von den Kaqchiquel-Wörtern "einsammeln" und "Sünden". So soll der Wind die Sünden der hier ansässigen Menschen mit sich nehmen. Einer Geschichte nach ist der Xocomil ein unglücklicher Prinz, der jeden Nachmittag seine ertrunkene Prinzessin sucht. Die Natur ist hier so gewaltig, dass es nicht verwundert, dass es viele viele Geschichten und Legenden gibt.




Ein wunderbares Jahr 2013 liebe Annkatrin wünsche ich dir. Ramona
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